EUWMA-Delegation besucht Europäische Kommission und Europäisches Parlament

Brüssel, 8. April 2026 – EUWMA-Delegation besucht Europäische Kommission und Europäisches Parlament

Eine Delegation der European Union of Water Management Associations (EUWMA) hat, unter diesjähriger Präsidentschaft des Deutschen Bundes der verbandlichen Wasserwirtschaft (DBVW) und seines Präsidenten Herrn Franz-Xaver Kunert, am heutigen Tag in Brüssel Gespräche mit Vertretern der Europäischen Kommission sowie Mitgliedern des Europäischen Parlaments (MEP) geführt. Ziel des Besuchs war es, die Zusammenarbeit zwischen den politischen Entscheidungsträgern und den Akteuren der Wasserwirtschaft zu stärken und die Herausforderungen der nachhaltigen Wasserwirtschaft in Europa zu adressieren und die Hamburg-Erklärung der EUWMA vorzustellen, die sich auf die Förderung der Wasserresilienz konzentriert.

Die Erklärung formuliert die Notwendigkeit, Wasserresilienz als integralen Bestandteil der Klimaresilienz zu betrachten. Sie betont, dass der Schutz der Wasserressourcen und die Anpassung der Wasserwirtschaft an die Auswirkungen des Klimawandels untrennbar miteinander verbunden sind. Die Hamburg-Erklärung fordert von der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten, die Förderung von Wasserresilienz in den Mittelpunkt der politischen Agenda zu stellen, um die Wasserwirtschaft langfristig widerstandsfähig gegen die Herausforderungen des Klimawandels und anderer globaler Krisen zu machen.

(v.l.n.r.) Godehard Hennies (DBVW e.V), Jan van der Steen (Unie van Waterschappen), Franz-Xaver Kunert (DBVW e.V.), Maximiliane Schöning (WVT e.V.), Annelle Louise Van der Wel (Unie van Waterschappen)

Den Auftakt bildete ein Gespräch mit MEP Lena Düpont, mit einem starken Fokus auf dem Schutz der Trinkwasserressourcen, der Minimierung von Spurenstoffen und dem konkurrierenden Wasserbedarf zwischen Gesellschaft, Industrie und Landwirtschaft. Die EUWMA-Delegation appellierte dabei, den Stellenwert der Wasserwirtschaft als fundamentale Grundlage für die öffentliche Gesundheit und die europäische Wirtschaft weiter zu betonen und entsprechende politische sowie rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

(v.l.n.r.) Maximiliane Schöning (WVT e.V.), Franz-Xaver Kunert (DBVW e.V.), MEP Lena Düpont (Europäisches Parlament CDU/CSU), Jan van der Steen (Unie van Waterschappen), Godehard Hennies (DBVW e.V)

Im anschließenden Austausch mit dem für die EU-Wasserresilienzstrategie zuständigen Mitglied im Umwelt-Kabinett, Frau Pernille Weiss-Ehler, sind zentrale Themen der europäischen Wasserpolitik erörtert worden. Insbesondere wurden die Herausforderungen im Bereich der Anpassung an die Klimawandelbedingten Veränderungen intensiv besprochen. Im Gespräch wurde die Notwendigkeit einer engen und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten betont, um die Wasserversorgung und -entsorgung in Europa langfristig auf einem hohen Niveau zu sichern.

(v.l.n.r.) Annelle Louise Van der Wel (Unie van Waterschappen), Maximiliane Schöning (WVT e.V.), Godehard Hennies (DBVW e.V), Pernille Weiss-Ehler (European Commission-Cabinet of Commissioner Jessika Roswall), Franz-Xaver Kunert (DBVW e.V.), Luca Perez (European Commission), Jan van der Steen (Unie van Waterschappen)

Franz-Xaver Kunert, Präsident des Deutschen Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft e.V. (DBVW e.V) und der EUWMA, erklärte: „Die Wasserwirtschaft in Europa steht vor enormen Herausforderungen, die nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen der Politik und den Akteuren vor Ort gemeistert werden können. Der Austausch mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament ist ein bedeutender Schritt, um die Perspektiven und Forderungen der Wasserwirtschaft auf europäischer Ebene zu vertreten und für eine nachhaltige und resiliente Wasserversorgung zu sorgen. Als Vertreterin elementarer Infrastruktur gehört die Wasserwirtschaft an den Tisch Europäischer Entscheidungsfindung.“

Ein zentrales Anliegen der Delegation war die Forderung nach einer stärkeren Integration der Wasserwirtschaft in die europäischen Klimaschutz- und Anpassungsstrategien. Angesichts des Klimawandels erfordert die Wasserversorgung neue innovative Lösungen und eine verstärkte Investition in die Infrastruktur.

Nur so kann eine nachhaltige Wasserwirtschaft auch unter den extremen Herausforderungen des Klimawandels langfristig sichergestellt werden.

Über die EUWMA
Die European Union of Water Management Associations (EUWMA) ist eine Interessenvertretung der Wasserwirtschaft in Europa. Sie setzt sich für eine nachhaltige, innovative und zukunftsfähige Wasserwirtschaft in Europa ein. Die EUWMA besteht aus zahlreichen nationalen und regionalen Verbänden, die die Interessen der Wasserwirtschaft auf europäischer Ebene vertreten und deren politische Belange fördern.