EUWMA‑Halbjahrestagung 2026 – Integrative Wasserwirtschaft als Schlüssel europäischer Wasserpolitik
Darmstadt, 13./14. April 2026
EUWMA‑Halbjahrestagung 2026 – Integrative Wasserwirtschaft als Schlüssel europäischer Wasserpolitik
Am 13. und 14. April 2026 hat in Darmstadt die Halbjahrestagung der European Union of Water Management Associations (EUWMA) stattgefunden. Veranstalter ist der Deutsche Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft e. V. (DBVW), der die Tagung im Rahmen seiner deutschen Präsidentschaft der EUWMA ausrichtet.
Als Zusammenschluss der Wasserwirtschaftsverbände aus EU‑Mitgliedstaaten bringt die EUWMA diejenigen Akteure zusammen, die europäische Vorgaben im Alltag umsetzen. Die Jahrestagung dient dem fachlichen Austausch über gemeinsame Herausforderungen und als politisches Forum, um Erfahrungen aus der Praxis in den europäischen Entscheidungsprozess einzubringen.
Mit der Ausrichtung der EUWMA-Tagung unterstreicht der DBVW sein Anliegen, die verbandliche Wasserwirtschaft als unverzichtbaren Partner für eine zukunftsfähige europäische Wasserpolitik sichtbar zu machen und die Bedeutung integrierter Lösungen für Klimaanpassung, Ressourcenschutz und Versorgungssicherheit hervorzuheben.
Die diesjährige Tagung steht daher im Zeichen der europäischen Wasserpolitik und der Frage, wie eine integrative Wasserwirtschaft als strategisches Leitprinzip in der Europäischen Union weiter gestärkt werden kann. Angesichts des Klimawandels, zunehmender Nutzungskonflikte, wachsender Anforderungen an die Versorgungssicherheit sowie laufender und geplanter EU‑Regelungen kommt der Umsetzung europäischer Wasserpolitik auf regionaler Ebene eine besondere zentrale Bedeutung zu.
„Die Wasserpolitik der Europäischen Union wird vor Ort umgesetzt – in den Regionen, durch leistungsfähige Wasserverbände“, betont DBVW-Präsident Franz-Xaver Kunert. „Damit europäische Ziele umsetzbar, wirksam und akzeptiert sind, müssen Verbände und Politik eng zusammenarbeiten. Gerade auf EU‑Ebene brauchen wir dafür kohärente Rahmenbedingungen, die die Vielfalt regionaler Strukturen berücksichtigen und die Rolle der Wasserverbände stärken. Die EUWMA bietet hierfür eine entscheidende Plattform für den europäischen Erfahrungsaustausch.“, so Franz-Xaver Kunert weiter.
Der zweite Veranstaltungstag war einer Exkursion zum Wasserverband Hessisches Ried (WHR) und der Rheinwasseraufbereitungsanlage in Biebesheim am Rhein gewidmet, die beispielhaft an den Schnittstellen vielfältiger, vom Wasser geprägter Nutzungsinteressen arbeitet.
„Der Wasserverband Hessisches Ried zeigt, wie europäische Anforderungen, regionale Besonderheiten und vielfältige Nutzungsinteressen vor Ort in Einklang gebracht werden können. Integrative Wasserwirtschaft bedeutet, Wasser nicht sektoral zu denken, sondern Nutzung, Schutz, Vorsorge und Entwicklung gemeinsam zu betrachten“, so Franz-Xaver Kunert. „Solche Beispiele sind essenziell, um europäische Wasserpolitik weiterzuentwickeln – praxisnah und nachhaltig.“
Die EUWMA‑Halbjahrestagung 2026 setzt damit ein klares Signal: Eine zukunftsfähige, resiliente Wasserwirtschaft in Europa braucht integrative Ansätze, starke regionale Strukturen und einen intensiven Dialog zwischen Politik und Praxis.



