Vertreter der europäischen Wasserwirtschaft diskutieren Zukunft des Wassermanagements in Europa in La Rochelle
Vertreter der europäischen Wasserwirtschaft diskutieren Zukunft des Wassermanagements in Europa in La Rochelle
La Rochelle, 14. September 2026 – Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Wasserwirtschaft trafen sich zur jährlichen Generalversammlung der European Union of Water Management Associations (EUWMA) 2026 in La Rochelle, Frankreich. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Herausforderungen eines nachhaltigen Wassermanagements unter den Bedingungen des Klimawandels sowie aktuelle Entwicklungen der europäischen Wasserpolitik.
Die Gastgeber aus der Region Charente-Maritime und der französischen Wasserwirtschaft begrüßten die Delegierten und verwiesen auf die zunehmenden Auswirkungen trockener Sommerperioden. Dabei wurde die enge Verbindung zwischen Wasserquantität und Wasserqualität hervorgehoben, die als zentrales Thema die gesamte Veranstaltung prägte.
Mit dem Treffen übernahm Frankreich offiziell die Präsidentschaft der EUWMA vom Deutschen Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft (DBVW), der im vergangenen Jahr die Präsidentschaft innehatte. Die Teilnehmenden würdigten die Arbeit der deutschen Präsidentschaft, die im vergangenen Jahr wichtige Impulse für den europäischen Dialog im Bereich des Wassermanagements gesetzt hatte.
Im Rahmen der Sitzung informierte das EUWMA-Generalsekretariat über aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene. Zu den diskutierten Themen gehörten die mögliche Weiterentwicklung der Wasserrahmenrichtlinie, Maßnahmen zur Verbesserung der Klimaresilienz, der Umgang mit PFAS sowie neue Initiativen zur Sicherung der Wasserressourcen in Europa. Die Delegierten waren sich einig, dass eine starke Stimme der Wasserwirtschaft notwendig ist, um die Bedeutung nachhaltiger Wasserbewirtschaftung in den europäischen Entscheidungsprozessen sichtbar zu machen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Fachvorträgen der französischen Präsidentschaft. Vertreter von ASA de France, der UNIMA und des Syndicat Mixte Charente Aval präsentierten Beispiele für integriertes Wassermanagement, innovative Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel sowie kooperative Modelle der Wasserbewirtschaftung auf Einzugsgebietsebene. Die Beiträge unterstrichen die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteuren, um den wachsenden Herausforderungen durch Extremwetterereignisse und Wasserknappheit zu begegnen.
Besonderes Interesse galt dem Austausch über bewährte Verfahren in den Mitgliedstaaten. Vertreter verschiedener europäischer Delegationen berichteten über nationale Erfahrungen im Dürremanagement, bei institutionellen Reformen sowie bei der Umsetzung integrierter Ansätze im Wassersektor. Die EUWMA bekräftigte damit ihre Rolle als Plattform für den grenzüberschreitenden Wissens- und Erfahrungsaustausch.
Einen bedeutenden Programmpunkt bildete die Diskussion und Verabschiedung der Erklärung von La Rochelle. Darin betonen die Mitgliedsorganisationen die Notwendigkeit, Wasserqualität und Wasserquantität gemeinsam zu betrachten. Zudem wird hervorgehoben, dass die Vermeidung von Schadstoffeinträgen der wirksamste Weg ist, um Europas Wasserressourcen langfristig zu schützen.
Die Teilnehmenden würdigten außerdem das langjährige Engagement zahlreicher Persönlichkeiten für die europäische Zusammenarbeit im Wassermanagement und gedachten dem verstorbenen Mit-Geschäftsführer des DBVW e.V. Turgut Pencereci.
Mit dem Abschluss des Treffens unterstrich die EUWMA ihren Anspruch, den fachlichen Austausch zwischen den Mitgliedstaaten zu fördern, gemeinsame Herausforderungen im Wassersektor zu adressieren und die nachhaltige Bewirtschaftung der europäischen Wasserressourcen aktiv zu unterstützen.
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