Berlin, 12. Januar 2026 – Trinkwasser in bester Qualität und die zuverlässige Entsorgung von Abwässern sind in Deutschland selbstverständlich. Diese Leistungen werden täglich genutzt und bilden eine elementare Grundlage für unsere Gesellschaft und Wirtschaft. Die deutsche Wasserwirtschaft arbeitet auf einem sehr hohen Niveau – sowohl im europäischen als auch im internationalen Vergleich.

Diese Leistungsfähigkeit dokumentiert das Branchenbild 2025, das heute im Namen der führenden Verbände der Wasserwirtschaft an den Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Jochen Flasbarth, übergeben wurde.

Mit dem „Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2025“ geben ATT, BDEW, DBVW, DVGW, DWA und VKU in Abstimmung mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund erneut einen aktuellen Überblick der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland sowie zukünftige Herausforderungen. Zentrales Ziel der deutschen Wasserwirtschaft ist es, die hohen Qualitätsstandards zu sichern und zu verbessern.

„Eine verlässliche Versorgung mit Trinkwasser und eine sichere Entsorgung von Abwasser sind für Deutschland unverzichtbar. Unsere Branche stellt diese Ver- und Entsorgungssicherheit seit Jahrzehnten sicher – und wird dies auch künftig tun. Angesichts der wachsenden Herausforderungen sind erhebliche Investitionen erforderlich, um die Leistungsfähigkeit der Wasserwirtschaft dauerhaft zu erhalten und zu stärken“, erklären die Repräsentanten der deutschen Wasserwirtschaft anlässlich der Übergabe.

Zu den zentralen Herausforderungen zählen Fragen der Trinkwasserqualität, der Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie in deutsches Recht, der demografischen Entwicklung, des Erhalts der Infrastruktur sowie sich wandelnder rechtlicher Rahmenbedingungen. Hinzu kommt der Klimawandel, der Anpassungsprozesse und neue Lösungsansätze erfordert. Die Wasserwirtschaft steht damit vor der Aufgabe, bewährte Methoden weiterzuentwickeln und gleichzeitig innovative Wege zu gehen, die den Klimaschutz, die Klimaanpassung und die Energie­wende berücksichtigen.

Zudem gewinnen der Schutz der Trinkwasserressourcen vor Stoffeinträgen, die Minimierung von Spurenstoffen wie Pflanzenschutzmitteln sowie der steigende und teils konkurrierende Wasserbedarf in Gesellschaft, Industrie und Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklungen führen zu Nutzungskonflikten, die eine enge Abstimmung aller betroffenen Akteure erforderlich machen.

Trinkwasserversorger und Abwasserentsorger stellen sich diesen Aufgaben mit flexiblen und angepassten Lösungen vor Ort – in einem zunehmend komplexen politischen Umfeld.

Die Herausgeberverbände des Branchenbildes setzen sich daher dafür ein, dass die Politik die erforderlichen Rahmenbedingungen für die Gewährleistung einer finanzierbaren und nachhaltigen öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung schafft.

 

Das Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2025 können Sie hier abrufen.

20260112 Gemeinsames Pressestatement Branchenbild 2025

 

Copyright  BDEW / Jens Schicke

 

Nürnberg, 26. September 2025 – Vom 24. bis 26. September 2025 fand die diesjährige Jahrestagung des Deutschen Bundes der verbandlichen Wasserwirtschaft e. V. (DBVW) in Nürnberg statt. Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Deutschland kamen zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Wasserwirtschaft zu diskutieren.

Am Mittwoch, dem 24. September, wurde die Veranstaltung eröffnet durch DBVW-Präsident Franz-Xaver Kunert und Stefan Hußnätter, Vorsitzender des Landesverbands der Wasser- und Bodenverbände Bayern e. V.

Im Anschluss standen hochkarätige Fachvorträge auf dem Programm, darunter Michael Müller vom Wasserwirtschaftsamt Nürnberg mit seinem Beitrag „Wasserzukunft Bayern 2050 – Herausforderungen gemeinsam angehen“. Claudia Robel vom Abwasserverband Schwabachtal ergänzte mit einem weiteren Vortrag „Themen und Entwicklungen im Abwasserverband Schwabachtal“.

Die Mitgliederversammlung bot Raum für Berichte aus den Landesverbänden, darunter Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Hamburg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern sowie Bremen/Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.

Am Abend folgten Grußworte von politischen Vertretern, Staatsminister Thorsten Glauber, dem Bürokratieabbauverantwortlichen des Freistaates Bayern Herrn Walter Nussel und Dr. Otto Heimbucher, bevor der Tag beim gemeinsamen Abendessen ausklang.

Der Donnerstag stand im Zeichen der internen Verbandsarbeit. Der amtierende Präsident, Herr Franz-Xaver Kunert wurde für weitere vier Jahre von den Mitgliedsverbänden zum Präsident des Deutschen Bundes der verbandlichen Wasserwirtschaft gewählt. Herr Ronny Schult, Verbandsvorsteher des Landesverbands der Wasser- und Bodenverbände Mecklenburg-Vorpommern, wurde zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Herr August Lustfeld trat nicht zur Wiederwahl als Vizepräsident an. Die Mitgliedsverbände bedankten sich herzlich für sein großes Engagement.

Am Freitag, dem 26. September, rundete eine Exkursion ins „Knoblauchsland“ die Tagung ab. Die Teilnehmenden besichtigten ein Pumpwerk in Kraftshof, den Gemüsebaubetrieb Hofmann GbR und erhielten Einblicke in digitale Bewässerungssteuerung.

„Die Wasserwirtschaft steht vor großen Herausforderungen – von Klimaanpassung über Digitalisierung bis hin zur nachhaltigen Sicherung unserer kostbaren Ressourcen. Die Jahrestagung zeigt, wie wichtig der fachliche Austausch und die enge Zusammenarbeit zwischen den Landesverbänden und politischen Entscheidungsträgern ist, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.“
– Franz-Xaver Kunert, Präsident des DBVW e. V.