Vom 20.09.2023 bis zum 22.09.2023 tagte der „Deutscher Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft e. V.“ im Bundesland Mecklenburg – Vorpommern. In seinem Grußwort an die Mitgliedsverbände betonte der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt des nordöstlichsten Bundeslandes Deutschlands im Angesicht der bereits spürbaren Klimaveränderungen die Wichtigkeit der Wasserwirtschaft. Es sei Aufgabe der Verbände, Vorsorge zu treffen und damit die Natur zu erhalten und die Menschen zu schützen. „Wasser ist das wichtigste Gut, welches wir haben.“, so Minister Dr. Till Backhaus.

Der DBVW der mit der Aufnahme des Landesverbandes der Wasser und Bodenverbände in Bayern e. V. nunmehr 11 Bundesländer vereint, diskutierte auf seiner Fachtagung Maßnahmen des Moorklimaschutzes und der Beregnung und beriet weitere Aufgabenschwerpunkte, denen sich die Verbände aus allen Wasserwirtschaftsbereichen zukünftig stellen müssen.

Versalzung, ein versteckter Klimadruck für unsere Tieflandküsten?

 

„Die European Union of Water Level Management Associations (EUWMA) veranstaltet jedes Jahr eine Halbzeittagung, um eine technische Herausforderung zu vertiefen, der sich die Wasserstandsmanager in Europa gegenübersehen. In diesem Jahr konzentrierten sich unsere flämischen Kollegen von der VVPW (Flämische Vereinigung der Polder und Wasserverbände) auf die Versalzung der Küstenböden. Angesichts längerer Dürreperioden und des zunehmenden Drucks auf das Grundwasser für die Trinkwasserversorgung, den Anbau und die Industrie wird dieses Thema für unseren Sektor wahrscheinlich immer interessanter. Dieses Thema zeigt auch, dass die Rolle der Wasserstandsmanager über die stereotype Rolle der Landentwässerung und des Hochwasserrisikomanagements hinausgeht und darin besteht, den Wasserstand so zu kontrollieren, dass die Wasserrückhaltung in der Landschaft für die Gesellschaft und die Umwelt möglichst sicher ist.“

https://www.ada.org.uk/2023/06/salinisation-a-hidden-climate-pressure-for-our-lowland-coasts/

08.06.2023 – Finden Sie >> Spendenaufruf UKR_Juni 2023 << den Brief zum gemeinsamen Spendenaufruf der Wasserwirtschaft

Der Startschuss für die Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie fand am Donnerstag, den 30. März 2023 im Lichthof des BMUV in Berlin das 4. Nationalen Wasserforum statt.

Der Deutsche Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft e.V. hat an dem 4. Nationalen Wasserforum im Rahmen eines Podiumsgesprächs gemeinsam mit Vertretern und Vertretern anderer Verbände die Schwerpunkte und Prioritäten für die Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie erörtert und Anknüpfungs­punkte der eigene Aktivitäten dargestellt.

Livestream >>https://www.bmuv.de/service/veranstaltungen/veranstaltung/4-nationales-wasserforum<<

Der DBVW hat zusammen mit seinen Partnern ein Fachforum veranstaltet bei dem wir die Vorteile der intergierten Wasserwirtschaft und das verbandliche Bewässerungsmanagement präsentierten.
Kommunen, Bürger und Landwirtschaft stehen vor enormen Herausforderungen in Zeiten des Klimawandels. Vor Ort müssen Entscheidungen getroffen werden und das Jahr 2022 hat uns gezeigt, wie wichtig dabei die Ressource Wasser ist. Landwirtschaft wird für die Bewässerung in Zukunft verstärkt auf Grund- und Oberflächenwasser zurückgreifen muss. Wie kann das organisiert werden in Zeiten knapper Ressourcen?

 

Vorträge >> https://www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de/programm/fachforen-block-4-1/30-verbandliches-wassermanagement-ein-loesungsbeitrag/<<

Anlässlich der Jahrestagung des Deutschen Bundes der verbandlichen Wasserwirtschaft, welche vom 21.09.-23.09.2022 stattfand, konnte der Präsident des DBVW Franz-Xaver Kunert den Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt; Herrn Prof. Dr. Armin Willingmann in den Reihen der Landesverbände im DBVW begrüßen.

In seinem erweiterten Grußwort ging Hr. Prof. Dr. Armin Willingmann auf die zentralen Fragestellungen der Wasserwirtschaft in Sachsen-Anhalt ein. Unter anderem auf die Dürre, die Intel Ansiedlung, die Waldentwicklung im Harz und die Überarbeitung des Wassergesetzes hin zu einem klimaangepassten Wassermanagement.

Die anschließende Fachtagung und Mitgliederversammlung befasste sich mit den Schwerpunktthemen:

  • „Schnittstellen der Wasserwirtschaft mit Boden, Naturschutz und Klima in der Arbeit des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU)“
  • „Integrierte Wasserwirtschaft aus Sicht der Unterhaltungsverbände in Sachsen-Anhalt“
  • „Grundwassersituation in Sachsen-Anhalt unter dem Aspekt der nachhaltigen Bewirtschaftung der Ressource Grundwasser (LHW/GLD)“

Auch Themen zur Beregnung, der integrativen Wasserwirtschaft und zum nationalen Wasserdialog wurden auf der Jahrestagung intensiv diskutiert.

Mit besonders großer Freude konnte Präsident Kunert; Herrn Hein Pieper – Deichgraf Waterschap Rijn en IJssel / Lid EU-Mission Board / Präsident EUWMA in den Reihen der Mitgliedsverbände begrüßen. In einem großartigen Vortrag mit dem Thema „Klimawandel und die Folgen für die grenzüberschreitende Wassermanagement“ konnte der Deichgraf die Mitgliederversammlung bereichern.

v.li. Franz-Xaver Kunert (Präsident DBVW), Hein Pieper (Deichgraf Waterschap Rijn en IJssel)

PRESSEMITTEILUNG
2022-08-08

Trinkwasserschutz durch Fracking nicht gefährden
„Fracking und CO2-Speicherung“, mahnt Franz-Xaver Kunert, Präsident des Deutschen Bundes der verbandlichen Wasserwirtschaft e.V. (DBVW) „darf die lebensnotwendige Ressource Wasser in Form des generationsgerechten Grundwasserschutzes im überragenden Interesse der öffentlichen Wasserversorgung nicht gefährden.“ Je nach Region seien schon heute teilweise 100 % des Grundwassers für die Trinkwasserversorgung notwendig.

„Auch wenn der politische und öffentliche Fokus in Deutschland primär auf der Energieversorgung liegt, dürfen wir die lebensnotwendige Daseinsvorsorge Wasser nicht außer Acht lassen und den Schutz unserer kostbarsten Ressource nicht panisch beginnen zu vernachlässigen.“, so Präsident Kunert.
Eine Instrumentalisierung der aktuellen weltpolitischen Situation, um eine potenziell umweltgefährdende Technik zur Versorgung mit fossiler Energie wieder zu ermöglichen, lehnt der Präsident unter den gegebenen Rahmenbedingungen klar ab. Hier dürfe es laut Kunert nicht zu einem technischen Rückschritt kommen.
Nicht umsonst sei nach einem vieljährigen Diskussionsprozess das bundesweite Verbot von Fracking in Trinkwasserschutzgebieten durch den Bundestag beschlossen worden. Die Ablehnung der niedersächsischen politischen Verantwortlichen, Fracking zu prüfen, wird durch den DBVW daher vollumfänglich unterstützt.

„Die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser zu jeder Zeit sowie der hohe Standard der deutschen Abwasserbehandlung sind wesentlicher Teil unserer Lebensgrundlage und sind Standortfaktor für unsere Kommunen und das ganze Land. Die aktuellen Herausforderungen machen Umdenkungsprozesse erforderlich, dürfen aber nicht dazu führen, dass die Sicherung der Ressource Wasser für nachfolgende Generationen gefährdet wird“ mahnt Kunert.

                                                                                                                                                                                                                                                                                              Foto von Jacob Kelvin.J von Pexels
Seit dem 24. Februar beherrscht der Krieg in Europa die Berichterstattung. Das Leiden der Menschen in der Ukraine bewegt uns und wir alle sind beunruhigt, wie sich diese Situation weiterentwickeln wird. Eins ist aber jetzt schon unverkennbar: Das alles wird nicht nur starke Auswirkungen auf die Energieversorgung, Ernährung sowie die wirtschafts- und sicherheitspolitische Lage in Deutschland haben, sondern wird unser gewohntes Leben in vielen Bereichen verändern.

„Auch wenn unser Fokus primär auf dieser Situation liegt, dürfen wir trotzdem die Daseinsvorsorge Wasser nicht außer Acht lassen und dürfen ihren Schutz nicht vernachlässigen.“, mahnt Franz-Xaver Kunert, Präsident des Deutschen Bundes der verbandlichen Wasserwirtschaft e.V. (DBVW) „Die lebensnotwendige Ressource Wasser muss in Form des generationsgerechten Grundwasserschutzes (z.B. Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2020) ebenso im Fokus bleiben wie die Ernährung der Bevölkerung und die Energieversorgung“, so Präsident Kunert weiter. Eine Krise gegen Weitere auszuspielen, verbietet sich.

Eine Instrumentalisierung der aktuellen weltpolitischen Situation, um eine Intensivierung der Flächennutzung zu erzielen, lehnt der Präsident klar ab. Hier dürfe es laut Kunert nicht zu einem Rückschritt kommen.

„Die Herausforderungen für den Grundwasserschutz als wichtige Quelle der Trinkwasserversorgung müssen aufgrund der Qualitätsvorgaben der EU und des künftigen Klimawandels beherzt angegangen werden.“, so Kunert. Ernährungssicherheit könne durch angepasste Ausnutzung der vorhandenen Ackerflächen weiterentwickelt werden. Ackerbauliche Nutzung muss dem Menschen direkt zugutekommen.

„Die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser zu jeder Zeit sowie der hohe Standard der deutschen Abwasserbehandlung sind wesentlicher Teil unserer Lebensgrundlage und sind Standortfaktor für unsere Kommunen und das ganze Land. Die aktuellen Herausforderungen machen Umdenkungsprozesse erforderlich, dürfen aber nicht dazu führen, dass die Sicherung der Ressource Wasser für nachfolgende Generationen gefährdet wird.“

Ergänzend dazu erklärte AöW-Präsident Prof. Lothar Scheuer: „Der Krieg in der Ukraine ist vor dem Hintergrund unserer Werte unbegreiflich und die täglichen Bilder sind schockierend. Die deutsche Wasserwirtschaft versucht ihre Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine zu unterstützen, damit die wichtigen Aufgaben der Daseinsvorsorge – die Wasserversorgung – und auch die Abwasserentsorgung aufrechterhalten werden können.  In der Ukraine wird uns derzeit klar vor Augen geführt, wie bedrohlich die Auswirkungen sind, wenn die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser und funktionierender Daseinsvorsorge beeinträchtigt ist. Umso beunruhigender empfinden wir die aktuellen Überlegungen, zur Milderung der Auswirkungen des Ukraine-Krieges, den Umweltschutz – damit auch Schutzmaßnahmen für die Trinkwasserressourcen – aufzuweichen. Tatsächlich erleben wir jetzt schon, dass die Märkte für Lebensmittel und Energiepreise überreagieren und Marktteilnehmer offenbar dies auch für ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen ausnutzen. Dies ist ein unakzeptabler Zustand, und hiergegen muss die Politik für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zuvorderst angehen. Unser Wasser ist unsere Lebensgrundlage und die unserer Kinder, der Schutz ist daher nicht für einzelne wirtschaftliche Interessen verzichtbar. Der Schutz unserer Lebensgrundlagen muss Priorität haben.“

Kontakt:

Godehard Hennies
Geschäftsführer des DBVW
E-Mail: g.hennies(at)dbvw.de
Tel.: 0511 87966–0
www.dbvw.de

Dr. Durmus Ünlü
AöW-Geschäftsführer
E-Mail: uenlue(at)aoew.de
Tel.: 0 30 / 39 74 36 06
www.aoew.de

Deutscher Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft e.V. (DBVW) Als deutschlandweit agierender Spitzenverband bündelt der DBVW Landesverbände der Wasserwirtschaft, um gemeinsame Interessen und Kompetenzen auf Bundes- und Europaebene zu vertreten, zu sichern und zu stärken. Der DBVW e.V. vereint als einzige Organisation alle Bereiche der Wasserwirtschaft und verfügt damit über umfangreiche Erfahrung im Bereich der integrativen Wasserwirtschaft. Durch Tagungen, Pilotprojekte und Forschungsvorhaben fördert er einen regen Erfahrungsaustausch seiner Mitglieder und unterstützt sie bei der Durchführung ihrer vielfältigen Aufgaben. Die dahinter stehenden Wasserwirtschaftsverbände sind z. B. für die Unterhaltung der Gewässer für die Erhaltung der Küstendeiche und den Hochwasserschutz im Binnenland verantwortlich. Des Weiteren gehören der Ausbau, insbesondere die Renaturierung der Gewässer, die Landschaftspflege sowie die Regelung des Bodenwasserhaushaltes in Abhängigkeit von der jeweiligen Nutzung (Beregnung und Dränage) zu den Aufgaben. Eine wichtige Säule ist zudem die verbandliche Trinkwasserversorgung sowie die Entsorgung des Abwassers.

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AöW)

Die AöW ist die Interessenvertretung der öffentlichen Wasserwirtschaft in Deutschland. Zweck des Vereins ist die Förderung der öffentlichen Wasserwirtschaft durch die Bündelung der Interessen und Kompetenzen der kommunalen und verbandlichen Wasserwirtschaft. AöW-Mitglieder sind Einrichtungen und Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die ihre Leistungen selbst oder durch verselbstständigte Einrichtungen erbringen und vollständig in öffentlicher Hand sind. Ebenso sind Wasser- und Bodenverbände sowie wasserwirtschaftliche Zweckverbände und deren Zusammenschlüsse in der AöW organisiert. Allein über den Deutschen Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft (DBVW) sind über 2000 wasser-wirtschaftliche Verbände in der AöW vertreten. Außerdem sind Personen, die den Zweck und die Ziele der AöW unterstützen sowie solche Interessenverbände und Initiativen, Mitglied in der AöW.

15.03.2022 – Finden Sie >> hier << den Brief des VKU zur gemeinsamen Hilfe für die Wasserwirtschaft in der Ukraine.

14. Januar 2022 – Der Präsident des deutschen Bundes der verbandlichen Wasserwirtschaft (DBVW e.V.) Franz-Xaver Kunert gratuliert dem am Donnerstag, 13.01.2022 neugegründeten Landesverband der Wasser- und Bodenverbände in Bayern und wünscht viel Erfolg in der durchaus anspruchsvollen Startphase.

Das ehrenamtlich und hauptamtlich geführte Verbändemodell entlang des Wasserkreislaufes ist bestens geeignet Lösungsansätze für die komplexen Herausforderungen in einer Klimaanpassungsstrategie herauszuarbeiten. Zwischen Starkregenereignissen und langanhaltenden Dürreperioden muss die integrierte Wasserwirtschaft mit ihrer lokalen und regionalen Verankerung versuchen die Bedarfe der unterschiedlichen Nutzergruppen zu befriedigen.

Der DBVW wird seinen Teil für kooperative Maßnahmen einbringen.

Der DBVW ist ein Zusammenschluss der Wasserverbandstage in 10 Bundesländern, der die Interessen von rund 1850 Verbände aus allen Bereichen der Wasserwirtschaft vertritt. Auf Europäischer Ebene ist der DBVW aktives Mitglied der European Water Management Association (EUWMA).