Austausch über die Resilienz deutscher Versorgungsnetze mit Bundeswehr

Am 21. Januar 2026 kamen Vertreter des Breitbandverbands ANGA, des deutschen Bundes der verbandlichen Wasserwirtschaft DBVW sowie des VST am Berliner Standort des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr mit Generalleutnant André Bodemann und Oberst Andreas Reitz zusammen, um über Fragen der Resilienz bezüglich der Versorgungsnetze in Deutschland zu diskutieren. Nur wenige Tage nach dem Brandanschlag auf das Stromnetz in Berlin eine hochaktuelle Thematik. Wie können die Versorgungsnetze für Wasser, Strom, Gas und Telekommunikation resilienter werden und welche Sicherheitsthemenfelder müssen bearbeitet werden, um auch unter dem Gesichtspunkt Gesamtverteidigung Deutschlands bestehen zu können. Seitens der Verbände wurde angemerkt, dass im zivilen Sektor eine durchgängige nationale Sicherheitsstrategie – so wie es der OPLAN DEU im militärischen Bereich ist – bislang immer noch vermisst wird. So seien immer noch in den Bundesländern sich erheblich unterscheidende Abläufe und Zuständigkeiten vorhanden.

Der Termin jetzt in der Julius-Leber-Kaserne in dieser Zusammensetzung war bereits der zweite. Schon Anfang Oktober 2025 war Generalleutnant André Bodemann in der Geschäftsstelle des VST in Berlin zu Gast und hatte sich mit Vertretern der drei Verbände zu einem Austausch getroffen. Für das Jahr 2026 planen ANGA, DBVW und VST weitere gemeinsame Projekte sowie Gespräche mit der Bundeswehr – auch die Zusammenarbeit der genannten Verbände untereinander soll bezüglich des Themas Resilienz der Versorgungsnetze in einer Arbeitsgruppe zusammengeführt und weiter verstärkt werden.

Teilnehmer: (v.l.n.r.) Carsten Engelke (ANGA), Robert Steffen (Vodafone), Generalleutnant André Bodemann, Godehard Hennies (DBVW), Jan Syré (VST), Marco Lampert (Netze-Gesellschaft Südwest mbH), Franz-Xaver Kunert (DBVW)

 

Freigegeben durch BW, 23.01.2026

Berlin, 12. Januar 2026 – Trinkwasser in bester Qualität und die zuverlässige Entsorgung von Abwässern sind in Deutschland selbstverständlich. Diese Leistungen werden täglich genutzt und bilden eine elementare Grundlage für unsere Gesellschaft und Wirtschaft. Die deutsche Wasserwirtschaft arbeitet auf einem sehr hohen Niveau – sowohl im europäischen als auch im internationalen Vergleich.

Diese Leistungsfähigkeit dokumentiert das Branchenbild 2025, das heute im Namen der führenden Verbände der Wasserwirtschaft an den Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Jochen Flasbarth, übergeben wurde.

Mit dem „Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2025“ geben ATT, BDEW, DBVW, DVGW, DWA und VKU in Abstimmung mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund erneut einen aktuellen Überblick der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland sowie zukünftige Herausforderungen. Zentrales Ziel der deutschen Wasserwirtschaft ist es, die hohen Qualitätsstandards zu sichern und zu verbessern.

„Eine verlässliche Versorgung mit Trinkwasser und eine sichere Entsorgung von Abwasser sind für Deutschland unverzichtbar. Unsere Branche stellt diese Ver- und Entsorgungssicherheit seit Jahrzehnten sicher – und wird dies auch künftig tun. Angesichts der wachsenden Herausforderungen sind erhebliche Investitionen erforderlich, um die Leistungsfähigkeit der Wasserwirtschaft dauerhaft zu erhalten und zu stärken“, erklären die Repräsentanten der deutschen Wasserwirtschaft anlässlich der Übergabe.

Zu den zentralen Herausforderungen zählen Fragen der Trinkwasserqualität, der Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie in deutsches Recht, der demografischen Entwicklung, des Erhalts der Infrastruktur sowie sich wandelnder rechtlicher Rahmenbedingungen. Hinzu kommt der Klimawandel, der Anpassungsprozesse und neue Lösungsansätze erfordert. Die Wasserwirtschaft steht damit vor der Aufgabe, bewährte Methoden weiterzuentwickeln und gleichzeitig innovative Wege zu gehen, die den Klimaschutz, die Klimaanpassung und die Energie­wende berücksichtigen.

Zudem gewinnen der Schutz der Trinkwasserressourcen vor Stoffeinträgen, die Minimierung von Spurenstoffen wie Pflanzenschutzmitteln sowie der steigende und teils konkurrierende Wasserbedarf in Gesellschaft, Industrie und Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklungen führen zu Nutzungskonflikten, die eine enge Abstimmung aller betroffenen Akteure erforderlich machen.

Trinkwasserversorger und Abwasserentsorger stellen sich diesen Aufgaben mit flexiblen und angepassten Lösungen vor Ort – in einem zunehmend komplexen politischen Umfeld.

Die Herausgeberverbände des Branchenbildes setzen sich daher dafür ein, dass die Politik die erforderlichen Rahmenbedingungen für die Gewährleistung einer finanzierbaren und nachhaltigen öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung schafft.

 

Das Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2025 können Sie hier abrufen.

20260112 Gemeinsames Pressestatement Branchenbild 2025

 

Copyright  BDEW / Jens Schicke

 

Nürnberg, 26. September 2025 – Vom 24. bis 26. September 2025 fand die diesjährige Jahrestagung des Deutschen Bundes der verbandlichen Wasserwirtschaft e. V. (DBVW) in Nürnberg statt. Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Deutschland kamen zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Wasserwirtschaft zu diskutieren.

Am Mittwoch, dem 24. September, wurde die Veranstaltung eröffnet durch DBVW-Präsident Franz-Xaver Kunert und Stefan Hußnätter, Vorsitzender des Landesverbands der Wasser- und Bodenverbände Bayern e. V.

Im Anschluss standen hochkarätige Fachvorträge auf dem Programm, darunter Michael Müller vom Wasserwirtschaftsamt Nürnberg mit seinem Beitrag „Wasserzukunft Bayern 2050 – Herausforderungen gemeinsam angehen“. Claudia Robel vom Abwasserverband Schwabachtal ergänzte mit einem weiteren Vortrag „Themen und Entwicklungen im Abwasserverband Schwabachtal“.

Die Mitgliederversammlung bot Raum für Berichte aus den Landesverbänden, darunter Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Hamburg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern sowie Bremen/Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.

Am Abend folgten Grußworte von politischen Vertretern, Staatsminister Thorsten Glauber, dem Bürokratieabbauverantwortlichen des Freistaates Bayern Herrn Walter Nussel und Dr. Otto Heimbucher, bevor der Tag beim gemeinsamen Abendessen ausklang.

Der Donnerstag stand im Zeichen der internen Verbandsarbeit. Der amtierende Präsident, Herr Franz-Xaver Kunert wurde für weitere vier Jahre von den Mitgliedsverbänden zum Präsident des Deutschen Bundes der verbandlichen Wasserwirtschaft gewählt. Herr Ronny Schult, Verbandsvorsteher des Landesverbands der Wasser- und Bodenverbände Mecklenburg-Vorpommern, wurde zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Herr August Lustfeld trat nicht zur Wiederwahl als Vizepräsident an. Die Mitgliedsverbände bedankten sich herzlich für sein großes Engagement.

Am Freitag, dem 26. September, rundete eine Exkursion ins „Knoblauchsland“ die Tagung ab. Die Teilnehmenden besichtigten ein Pumpwerk in Kraftshof, den Gemüsebaubetrieb Hofmann GbR und erhielten Einblicke in digitale Bewässerungssteuerung.

„Die Wasserwirtschaft steht vor großen Herausforderungen – von Klimaanpassung über Digitalisierung bis hin zur nachhaltigen Sicherung unserer kostbaren Ressourcen. Die Jahrestagung zeigt, wie wichtig der fachliche Austausch und die enge Zusammenarbeit zwischen den Landesverbänden und politischen Entscheidungsträgern ist, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.“
– Franz-Xaver Kunert, Präsident des DBVW e. V.

Am 15. und 16. September 2025 fand die diesjährige Jahrestagung der European Union of Water Management Associations (EUWMA) in Hamburg statt – ausgerichtet vom Deutschen Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft e.V. (DBVW). Mit der Übergabe der EUWMA-Präsidentschaft von Fenareg (Portugal) an unseren Präsidenten Franz-Xaver Kunert vom DBVW rücken nun für ein Jahr die Themen der deutschen Wasserwirtschaft in den Mittelpunkt.

Im Zentrum der zweitägigen Veranstaltung standen aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im europäischen Wassermanagement. Vertreter:innen aus Belgien, Frankreich, Deutschland,  den Niederlanden, Spanien, dem Vereinigten Königreich und Portugal diskutierten über:

  • Klimaanpassung
  • Gewässerschutz
  • Infrastruktur
  • Europäische Förderpolitik

Besonders im Fokus: die zunehmenden Trockenperioden, steigende Anforderungen an die Infrastruktur, Qualitätsfragen und die dringend benötigte Herstellerverantwortung.

Ein herzliches Dankeschön an Dr. Gudrun Winkler (Hamburg Wasser) und Karsten Specht (OOWV) für ihre inspirierenden Beiträge – und an Stefan Wenzel für seine eindrucksvolle Dinner Speech zu Energiefragen, die den ersten Veranstaltungstag bereichert hat!

Am zweiten Tag stand zudem eine Besichtigung der Deiche auf dem Programm. Beim Deichverband der II. Meile Alten Landes erhielten die Teilnehmenden eine eindrucksvolle Präsentation zu den aktuellen Herausforderungen im Deichschutz – unter der Leitung von Oberdeichrichter und Verbandsvorsteher Wilhelm Ulferts. Vielen Dank für die spannenden Einblicke und den engagierten Austausch!

Für diese zukunftsweisenden Gespräche am Montag durften wir die Räumlichkeiten auf dem Klärwerk Köhlbrandhöft nutzen – vielen Dank an das Team von Hamburg Wasser für die großartige Unterstützung!

Vom 18. September 2024 bis zum 20. September 2024 fand in Eisenach die Jahrestagung des Deutschen Bunds des verbandlichen Wasserwirtschaft e.V. (DBVW) statt. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr unter einem besonderen Zeichen statt: Sie wurde gemeinsam von zwei Mitgliedsverbänden ausgerichtet – dem Landeswasserverbandstag Thüringen e.V. und dem Landesverband der Wasser- und Bodenverbände Hessens – und fand symbolträchtig auf der Grenze ihrer Verbandsgebiete statt.

Die Wahl des Tagungsorts Eisenach unterstreicht die enge Zusammenarbeit und den gemeinsamen Gestaltungswillen beider Landesverbände. In Zeiten zunehmender Herausforderungen durch Klimawandel, Hochwasserereignisse und steigende Anforderungen an die Gewässerbewirtschaftung bot die Jahrestagung eine Plattform für Austausch, Innovation und Vernetzung.

Themenschwerpunkte der Tagung:

  • Zukunftsfähige Wasserwirtschaft im ländlichen Raum
  • Digitalisierung und technische Innovationen in der Gewässerunterhaltung
  • Hochwasserschutz und Klimaanpassung
  • Kooperationen über Ländergrenzen hinweg

Neben Fachvorträgen und Diskussionsrunden erwartete die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Exkursionen in die Region.

„Diese Tagung ist mehr als ein fachlicher Austausch – sie ist ein Zeichen für Zusammenhalt und gemeinsame Verantwortung“, betont der Geschäftsführer des DBVW, Herr Godehard Hennies.

Die diesjährige Jahrestagung der European Union of Water Management Associations (EUWMA) fand vom 9. bis 10. September 2024 in Évora, Portugal, statt. Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Mitgliedsverbände aus ganz Europa kommen in der UNESCO-Weltkulturerbestadt zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der europäischen Wasserwirtschaft zu diskutieren.
Gastgeber der Veranstaltung war FENAREG – Federação Nacional de Regantes de Portugal, der nationale Verband der Bewässerungsorganisationen Portugals.
Im Fokus standen Themen wie Klimaanpassung, nachhaltige Bewässerung, grenzüberschreitende Kooperationen und die Rolle der Wasserverbände in der europäischen Agrarpolitik.
„Die EUWMA-Jahrestagung ist ein zentraler Treffpunkt für den fachlichen Austausch und die strategische Vernetzung der europäischen Wasserverbände. Gerade angesichts der zunehmenden klimatischen Extremereignisse braucht es gemeinsame Lösungen und eine starke europäische Stimme“, erklärt der EUWMA-Vorsitzende.
Die Tagung bietet nicht nur Raum für fachliche Diskussionen, sondern auch für den Aufbau langfristiger Partnerschaften – mit dem Ziel, die europäische Wasserwirtschaft resilient, nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.

Am 22. und 23. Juli war ANBI, Region Lombardei, im Namen des italienischen Vorsitzes der EUWMA (European Union of Water Management Associations) Gastgeber des technischen Zwischentreffens und einer Exkursion vor Ort, um das Thema des Vorsitzes 2024 zu veranschaulichen: „Wasser in einer stark anthropogen geprägten Umwelt: mehr Regulierung oder Rückkehr zur Natur?“ 

Vom 20.09.2023 bis zum 22.09.2023 tagte der „Deutscher Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft e. V.“ im Bundesland Mecklenburg – Vorpommern. In seinem Grußwort an die Mitgliedsverbände betonte der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt des nordöstlichsten Bundeslandes Deutschlands im Angesicht der bereits spürbaren Klimaveränderungen die Wichtigkeit der Wasserwirtschaft. Es sei Aufgabe der Verbände, Vorsorge zu treffen und damit die Natur zu erhalten und die Menschen zu schützen. „Wasser ist das wichtigste Gut, welches wir haben.“, so Minister Dr. Till Backhaus.

Der DBVW der mit der Aufnahme des Landesverbandes der Wasser und Bodenverbände in Bayern e. V. nunmehr 11 Bundesländer vereint, diskutierte auf seiner Fachtagung Maßnahmen des Moorklimaschutzes und der Beregnung und beriet weitere Aufgabenschwerpunkte, denen sich die Verbände aus allen Wasserwirtschaftsbereichen zukünftig stellen müssen.

Versalzung, ein versteckter Klimadruck für unsere Tieflandküsten?

 

„Die European Union of Water Level Management Associations (EUWMA) veranstaltet jedes Jahr eine Halbzeittagung, um eine technische Herausforderung zu vertiefen, der sich die Wasserstandsmanager in Europa gegenübersehen. In diesem Jahr konzentrierten sich unsere flämischen Kollegen von der VVPW (Flämische Vereinigung der Polder und Wasserverbände) auf die Versalzung der Küstenböden. Angesichts längerer Dürreperioden und des zunehmenden Drucks auf das Grundwasser für die Trinkwasserversorgung, den Anbau und die Industrie wird dieses Thema für unseren Sektor wahrscheinlich immer interessanter. Dieses Thema zeigt auch, dass die Rolle der Wasserstandsmanager über die stereotype Rolle der Landentwässerung und des Hochwasserrisikomanagements hinausgeht und darin besteht, den Wasserstand so zu kontrollieren, dass die Wasserrückhaltung in der Landschaft für die Gesellschaft und die Umwelt möglichst sicher ist.“

https://www.ada.org.uk/2023/06/salinisation-a-hidden-climate-pressure-for-our-lowland-coasts/

08.06.2023 – Finden Sie >> Spendenaufruf UKR_Juni 2023 << den Brief zum gemeinsamen Spendenaufruf der Wasserwirtschaft